- JuLis bei ihrem letzten ÖH-Vernetzungstreffen
Junge Liberale (JuLis)
Wer sind wir?
Wir JuLis sind ein junges Team, das sich für die persönliche Freiheit und Entfaltungsmöglichkeit aller Studenten stark macht. Wir sind Idealisten – Idealisten nicht in dem Sinn, dass wir uns vor der Realität von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft verschließen würden, sondern Idealisten, weil wir trotz all den Fährnissen, die die Demokratie in letzter Zeit überstehen musste, immer noch daran glauben, dass man auf demokratischem Wege etwas verändern kann. Wer ein JuLi wird, verschreibt sich einer Studentenpolitik, die nicht im Schatten gesellschaftspolitischer Großparteien steht. Studentenparteien haben es auch gar nicht nötig, sich von Großparteien abhängig zu machen – wir alle sitzen im selben Boot und werden daher auch Wege finden, Prozesse in Gang zu setzen, die der Bildung den Wert zurückgeben, den sie verdient!
Was wollen wir?
Im Grunde wünschen wir uns zweierlei:
Erstens wollen wir, dass die demokratischen Prozesse so fair und frei ablaufen, wie es Menschen möglich ist. Anstatt politikverdrossen zu lamentieren, wollen wir unseren Kolleginnen und Kollegen der anderen Interessensvertretungen die Hand reichen und sie weder als Feinde, noch als Konkurrenten sehen, sondern als das anerkennen, was sie sind: als Partner bei der schwierigen Aufgabe eine starke Lobby für Studenten zu sein.
Womit wir beim zweiten Ziel sind: der Bildung den Wert zukommen zu lassen, den sie braucht. Und wenn wir ehrlich sind, braucht es dazu vor allem eines: Geld. Darum konzentrieren wir uns zuallererst auf drei Forderungen:
- 2 % des Bruttoinlandsprodukts für die Unis
- Zusätzlich das Recht für die Universitäten, Studiengebühren zu erheben und dafür zu nutzen, Hörsäle zu modernisieren und Professoren anzustellen. Dieses Recht muss allerdings mit einem System, vom Staat zinsfrei bereitgestellter Darlehen einhergehen, das es erlaubt, die Gebühren erst nach Abschluss des Studiums, wenn man in eine gewisse Vermögensklasse aufgestiegen ist, zurückzuzahlen. So erhält Bildung Wert und finanzielle Möglichkeiten, ohne soziale Schranken aufzutun.
- Hochwertige Bedingungen in allen Studienrichtungen zu gewährleisten, bedeutet das Angebot und die verfügbaren Kapazitäten anzupassen. Wir brauchen keine überfüllten Hörsäle oder Knock-Out-Prüfungen, und wir haben es nicht nötig, die Lebenszeit junger Menschen zu verschwenden, in dem wir sie ewig auf Diplomarbeitsbetreuer und Lehrveranstaltungsplätze warten lassen. Die Julis wollen Hochschulen daher das Recht überlassen, sich ihre Studenten nach eigenem Ermessen unter Einhaltung des Diskriminierungsverbots, selbst aussuchen.
Außerdem wollen wir in der NaWi-Mensa wieder auf der Terrasse Mittagessen und unseren Mikrowellenherd zurückhaben!
Wie werden wir das erreichen?
Wir können auf keine Geschichte in Salzburg zurücksehen, weil wir hier noch nie angetreten sind, aber wir können auf eine Zukunft vorausblicken. Wir haben ehrgeizige Ziele und weniger ehrgeizige. Zweitere werden wir durch persönliche Kontakte und Engagement direkt vor Ort in die Tat umsetzen (dazu wäre beispielsweise ein Gespräch mit der Mensa fällig…). Für die anderen ist es wichtig, Kräfte zu bündeln, weswegen diejenigen Ziele, für die es sich wirklich lohnt, sich einzusetzen, auf Bundesebene erarbeitet werden müssen.
Als Opposition haben wir nicht vor, die Exekutive zu schikanieren (bestenfalls als Kontrollorgan zu arbeiten). Wir wollen unsere Kreativität und unseren Arbeitswillen beisteuern, um gemeinsam jene Ziele zu erreichen, die den Studenten am wichtigsten sind – auch wenn es nicht die aus unserem Programm sein sollten.
Welche Ansprüche setzen wir an die Gesellschaft?
Wir sind liberal. Das bedeutet, dass wir uns zuvorderst dafür einsetzen, dass jeder Mensch frei und unabhängig sein kann. Unsere Leitlinien sind Menschen- und Freiheitsrechte.
Obwohl wir überzeugt sind, dass diese Rechte die wichtigsten sind, erwarten wir aber von keinem Mitglied der Gesellschaft, dass er all unsere Werte teilt. Was wir jedoch von jeder und jedem erwarten, ist die Bereitschaft und den Einsatz dafür, gemeinsam für ein Ziel einzustehen, dem sich alle verschreiben können. Wir Studierenden – ob rechts oder links, ob Frau oder Mann, ob frisch von der Schule oder erfahren durch Jahre in der Wirtschaft – sind uns wohl in einem Punkt einig: Die Bildung ist unser wertvollstes Gut. Wir erwarten von jeder Studentin und jedem Studenten, dass er bereit ist, seinen Willen kundzutun, um dieses wertvolle Gut zu schützen und zu verbessern.




