Kommunistischer StudentInnenverband (KSV)

Wer seid ihr und wofür steht ihr?

Der KSV ist die verlässliche linke Kraft an den österreichischen Unis. Wir spielen beim Spiel „PolitikerInnenkindergarten“ nicht mit und stehen stattdessen für eine kämpferische Politik für die Interessen der Studierenden. Uns geht nicht um die Erringung bzw. den Erhalt politischer Ämter, sondern um ein längerfristiges und gerechtes Ziel: Die Überwindung des menschenverachtenden Systems, in dem wir leben, des Kapitalismus. Dieses muss von einer starken, kämpferischen Massenbewegung beseitigt und durch ein Gesellschaftssystem ersetzt werden, in dem die Menschen und nicht die Profite im Mittelpunkt stehen, also durch den Sozialismus. Aufgrund dieser klaren Orientierung weiß man bei uns immer, woran man ist.

Was sind eure Anliegen für die nächste ÖH-Funktionsperiode?

Näher an die Studierenden! Eine Massenbewegung als Ziel zu haben, die den Kapitalismus überwinden kann, setzt voraus, dass die Menschen gut organisiert sind. Auch die Studierenden müssen daher lernen, sich selbst für ihre Interessen auf die Beine zu stellen und gemeinsam für gesellschaftlichen Fortschritt einzutreten. Eine Stimme für den KSV ist zwar eine Stimme für eine ehrliche und kämpferische Interessenvertretung an der Uni und gegen politischen Karrierismus und Korruption. Dennoch ist das nur ein erster, kleiner Schritt und es muss gelten: „Die Stimme nicht (nur) abgeben, sondern erheben!

Wie konkret werdet ihr diese Anliegen umsetzen?

Wir werden für die Organisierung der Studierenden unter allen Umständen arbeiten. Doch wie das konkret aussieht, hängt von eben diesen Umständen ab. Zum Beispiel bieten sich mit einem UV-Mandat (was ja auch durchaus realistisch ist) ganz andere Möglichkeiten als ohne. Weiters hängt es stark von der Zusammensetzung der ÖH-Exekutive ab, inwiefern eine sinnvolle Interessensvertretung für die Studierenden auch innerhalb/mit der ÖH funktionieren kann. Ein Fixpunkt unserer politischen Arbeit ist jedenfalls das Engagement direkt vor Ort, in den Studienvertretungen wo wir selbst studieren.

Was waren die Themenschwerpunkte in den letzten zwei Jahren?

Die letzten beiden Jahre waren wesentlich durch die Studierendenproteste vom Herbst/Winter 2009 geprägt. Wir haben uns von Anfang an mit allen verfügbaren Kräften eingebracht, denn wie sehr uns das ein Anliegen ist, kann man sich nach den obigen Antworten wohl denken. In mehreren Publikationen, aber auch intern haben wir diese Bewegung einer kritischen, zukunftsorientierten Analyse unterzogen, damit künftige Protestbewegungen nicht wieder bei Null anfangen müssen. Weiters war ein Hauptthema die soziale Selektion, die wir als eines der größten Probleme im österreichischen Bildungswesen bezeichnen. Die Möglichkeit auf ein Studium darf nicht vom Geldbörsel der Eltern abhängen.

Wie würde eure Arbeit als Oppositionsfraktion aussehen?

Was uns offenbar von anderen Oppositionsfraktionen unterscheidet, ist, dass wir uns nicht auf politisches Hick-Hack, auf irgendwelche Kindereien einlassen, um sich selbst zu inszenieren. Sondern wir werden unsere Kritik wie immer auf einer inhaltlichen Ebene üben und so die Interessen der Studierenden bestmöglich vertreten. Wir werden einerseits die Studierenden über die Geschehnisse in der ÖH aufklären und andererseits die Exekutive immer wieder daran erinnern, was die Studierenden wollen. Und, wir können es nicht oft genug sagen, wir werden alle Mittel nutzen, um die Studierendenpolitik raus aus den Gremien, raus auf die Straße zu tragen und so die Studierenden endlich in ihren Kampf einzubinden.