Fotograf: Martin Mayr

Plattform unabhängiger Studierender Salzburg (PLUSS)

Wer seid ihr und wofür steht ihr?

Wir, die Plattform unabhängiger Studierender Salzburg (PLUSS), sind eine politisch unabhängige Gruppe motivierter Studierender aller Fakultäten, die für ihre Mit-Studierenden an der Uni Salzburg Grundlegendes verändern wollen und können. Viele von uns sind bereits in der Studierendenvertretung tätig und bringen ihre Erfahrung und ihr Know-How in unsere Arbeit mit ein. Als unabhängige Plattform sehen wir unsere Hauptaufgabe darin, den Studierenden an der Uni Salzburg mit Rat und Tat beizustehen und die Studien- und Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern.

Was sind eure Anliegen für die nächste ÖH-Funktionsperiode?

Wir möchten das Hauptaugenmerk der Salzburger ÖH wieder dorthin verlegen, wo es hingehört: zu den Studierenden an unserer Uni. Bekanntlich wird es immer schwieriger, ein Studium durchzuziehen. Zu wenige Kursplätze, Knock-Out-Prüfungen, Wohnen, Job, Mobilität, Beihilfen – Problemfelder, mit denen sich jede Studentin und jeder Student beschäftigen muss. Mit einer politisch konsequenten und ebenso serviceorientierten ÖH, die genau dort ansetzt, erleichtern wir den studentischen Alltag. Wir wollen den Salzburger Studis den Rücken freihalten.

Der Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft steht Jahr für Jahr ein umfangreiches Budget zur Verfügung. Der größte Teil davon stammt von den ÖH-Beiträgen der Studierenden. Daher ist es nur gerechtfertigt, dass die Studis auch wissen, was mit dem Geld passiert und welche Angebote und Leistungen sie dafür beanspruchen können. Wir bieten Service, Transparenz und Hilfe im Uni-Alltag.

Wie konkret werdet ihr diese Anliegen umsetzen?

Als Plattform unabhängiger Studierender Salzburg fühlen wir uns zunächst den Salzburger Studierenden verpflichtet. Somit werden wir als konstruktive Kraft gezielt für die Studis an der Uni Salzburg auftreten und wirken.

Eines unserer Wahlkampfthemen lautet Transparenz. Wir werden die gesamten Tätigkeiten, die Strukturen und das Budget der ÖH offenlegen und die Studierenden aktiv informieren. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Salzburger Semesterticket. Hierfür zeigen wir neue Modelle auf, wie wir die Zusatzfinanzierung sichern und ein attraktives Angebot schaffen. Das soll ein Fallbeispiel dafür sein, dass unsere Politik auch ein starkes Service am Studienstandort umschließt. Genauso wollen wir die Qualität des Studierens an der Universität selbst mit einem umfassenden Maßnahmenpaket spürbar steigern. Insbesonders im Bereich der Lehre gilt es, vieles zu verbessern.

Die PLUSS steht für Konsens, nicht aber für Konflikt – damit Verhandlungen mit Universität, Politik und Wirtschaft auf Augenhöhe stattfinden können. Dafür bringen wir, um Ziele zu erreichen, Beharrlichkeit und Ausdauer ein, wenn es darum geht, für unsere Studis zu kämpfen. Die ÖH muss wieder ernst genommen werden.

Was waren die Themenschwerpunkte in den letzten zwei Jahren?

Als gänzlich neue Liste und unabhängige Alternative treten wir zur kommenden ÖH-Wahl im Mai erstmals an. Uns eint der Wunsch nach einer inhaltlichen Richtungsänderung in der ÖH Salzburg. Die Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft sollte vordergründig für ihre Studierenden da sein – ein Anspruch, dem die ÖH wieder gerecht werden muss.

Wie würde eure Arbeit als Oppositionsfraktion aussehen?

Grundsätzlich streben wir natürlich nicht nach einem Platz in der Opposition. Sollte die Wahl dennoch in dieser Richtung ausfallen, würden wir uns auch hier für die Studierenden einsetzen und Konstruktivität an den Tag legen. Zur Oppositionsarbeit gehören die Kontrolle und Kritik gegenüber der Exekutive. Wir sind jedoch der Meinung, dass gute Ideen generell unterstützt werden müssen, selbst wenn sie von der Konkurrenz kommen – im Übrigen eine neue Einstellung, welche wir in die ÖH tragen möchten.

Was ist euer Anspruch an die Gesellschaft? Welche Rolle spielt die Universität darin?

Es gibt viele Missstände und Probleme in der Gesellschaft und es ist gut und wichtig, sich damit auseinanderzusetzen. Als gewählte Vertretung aller Studierenden der Universität ist es uns ein zentrales Anliegen, dass gesellschaftspolitische Interessen der Studierenden an erster Stelle stehen. Derzeit ist das ganz und gar nicht der Fall. Erst wenn diese Kernaufgabe zu bewältigen ist, wird die ÖH an Stärke und Ansehen gewinnen.

Die Universität ist ein Ort der Bildung, der Begegnung, der Kommunikation und des Austausches. Dem tragen wir Rechnung, indem wir eben diese Bereiche fördern wollen. Dadurch verschaffen wir den Studis Raum, in welchem sie unter vernünftigen Bedingungen selbst am Bau der Gesellschaft mitwirken können – nach eigener Maßgabe und eigenen Überzeugungen.