ÖH Green Campus

Alle Infos über unser Projekt UNI:NACHHALTIG bzw. ÖH Green Campus findest du auf unserer neuen Homepage - ÖH GREEN CAMPUS

Im Sommersemester 2010 startete das Gesellschaftspolitische Referat der ÖH Salzburg das Projekt Uni:Nachhaltig, welches sowohl Studierende als auch Universitätsangestellte für Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre, im Ressourcenumgang, dem Wirtschaften und nicht zuletzt in der Lebensweise jeder/s Einzelnen sensibilisieren sollte. 

Nicht nur Studierende, sondern auch MitarbeiterInnen der Universität Salzburg waren von der Initiative begeistert. Der Rektor bestellte einen Nachhaltigkeitskoordinator. In Kooperation mit der ÖH wurde ein Maßnahmenkatalog ausgearbeitet und eine Reihe von konkreten Projekten umgesetzt, wie zum Beispiel das kostengünstige doppelseitige Kopieren  an der Uni oder der Verkauf von Skripten auf Recyclingpapier bei gleichbleibenden Preis. Zudem fanden etliche Sensibilisierungs-Veranstaltungen rund um das Thema Nachhaltigkeit statt. Die ÖH selbst stellte nicht nur auf Recyclingpapier um, sondern begann mit nachhaltiger Mülltrennung und beim Einkauf auf EZA Produkte und Slow Food zu setzen.

Im Juni 2011 war es dann soweit - aus Uni:Nachhaltig wurde ÖH GREEN CAMPUS. Mit dem universitären Pendant PLUS GREEN CAMPUS bilden wir eine Synergie, die uns voller Tatenkraft zusammen auf eine grüne, nachhaltige Universität hinarbeiten lässt. Der Weg zu einer gesellschaftsfähig-nachhaltigen Universität wird ein langer sein. Wir als Studierende müssen nachhaltiges Denken und Handeln in unseren Köpfen verankern, denn wir sind die Generation, die unsere Zukunft in Händen hält - auch die unserer Erde.

Seit Beginn unserer Initiative wurden etliche Maßnahmen gesetzt, um die Universität Salzburg nachhaltiger zu gestalten, sowie Studierenden und Belegschaft zu sensibilisieren:

Ring-Vorlesung "Nachhaltigkeit" SS 2012: In Zusammenarbeit mit der Universität Salzburg planen wir für kommendes Sommersemester eine Ringvorlesung zum Thema „Nachhaltigkeit“. Diese soll sowohl ökologische, ökonomische als auch politische, sozial-gesellschaftliche und historische Aspekte beinhalten. Wichtig ist uns dabei, dass der Begriff “Nachhaltigkeit” in so vielen Facetten wie möglich beleuchtet und verständlich gemacht wird. Die Studierenden sollen einen Überblick zu ausgewählten Themenfeldern und Konzepten der Nachhaltigkeit bzw. der Nachhaltigen Entwicklung erhalten, dabei historische und gegenwärtige Entwicklungen, auch mögliche Handlungsoptionen kennenlernen.Hierbei ist es essentiell nicht nur einen gegenwärtigen Ist-Zustand mittels Frontalvortrag wiederzugeben, sondern Probleme zu fokussieren und etwaige Lösungsansätze in Form von Diskussionen, Workshops und Arbeitsgruppen zu erarbeiten. 

PLUS Green Campus Management: Zukünftig wird PLUS Green Campus durch ein neues Umweltmanagementteam, bei dem auch wir als ÖH vertreten sind, geleitet. Dort sollen Ziele und Maßnahmen im Umweltbereich festlegt und ausgeführt werden.

Reduce - Reuse - Recycle Informationsbroschüre: Im Zuge des Projekts ÖH Green Campus haben wir in Zusammenarbeit mit PLUS Green Campus (Paris-Lodron Universität Salzburg) eine neue Nachhaltigkeitsbroschüre mit zahlreichen Tipps für Zuhause und den Uni-Alltag veröffentlicht. Über 1000 Stück davon wurden bereits bei den Erstsemestrigen-Orientierungstagen verteilt. Als Bildungsinstitution trägt die Universität eine wesentliche Verantwortung, weshalb Sensibilisierungsarbeit in diesem Bereich von zentraler Bedeutung ist.
Alle ÖH Green Campus Projekte, Initiativen und die Broschüre zum Downloaden findest du auf der referatsinternen Seite, sowie auf http://oeh-salzburg.at/greencampus/.

Recyclingpapier: Nach der Initiative „Doppelseitiges Kopieren wird billiger“ und dem Umstieg der HochschülerInnenschaft Salzburg auf ausschließlich Recyclingpapier wurden nach Gesprächen mit den Verantwortlichen des Printcenters auch im Rahmen einer Testphase alle Skripten des Wintersemesters der Universität Salzburg erstmalig auf Recyclingpapier gedruckt – zum gleichen Preis für die Studierenden! Die CO2-Ersparnis liegt damit bei etwa 50%! Über diese Neuerung informierte einerseits das Vizerektorat für Lehre via Mail, zusätzlich wurde jedeR LehrveranstaltungsleiterIn der Universität Salzburg auch via Probe-Recyclingpapier-Blatt auf die Initiative aufmerksam gemacht. Außerdem wurde via Flyer und Plakate an sämtlichen Uni-Standorten auf das Einsparungspotenzial aufmerksam gemacht. Auch im letzten Sommersemester und dieses Wintersemester wurden Skripten auf Recyclingpapier angeboten.

Die ÖH Salzburg hat im eigenen Gebäude durch Anbringung von Heizungsfolien, Schaltersteckdosen, die Optimierung der Beleuchtung und den Umstieg auf Recyclingpapier bereits erste Schritte gesetzt.

Fair Trade: Am 12. Juli 2010 fand ein Gespräch mit den Vertretern der Mensa, Friedrich Schober (Chef für Zentraleinkauf Wien) und Jörg Tiefenbacher (Geschäftsleitung Salzburg), Josef Denk (EZA Köstendorf) und Bernward Geier (Vertreter RAc, Deutschland) statt. Diskussionspunkte waren die Kritik der ÖH am aktuellen Kaffeesiegel der Mensa (Rainforest Alliance certified) und das Angebot von fairem Kaffee an den Mensen Salzburgs aber auch Möglichkeiten biologischer und regionaler Lebensmittel in den Mensen. Aufgrund von Kostengründen sträubt sich die Mensa nach wie vor hartnäckig, fair gehandelten Kaffee an den Mensen einzuführen. Selbstständig startet die Mensa ein Projekt in Kooperation mit VertreterInnen der NaWi, wo biologische Kräuter vor Ort angebaut und von der Mensa verarbeitet werden.

Jede Woche bietet die ÖH Salzburg bei einem Informationsstand an der Universität Salzburg gratis FAIR TRADE Kaffee, EZA Schokolade und Broschüren zum Thema Nachhaltigkeit für Studierende und Interessierte an. Ziel ist es zunehmend zu kritischem und bewußtem Konsum anzuregen. Sowohl EZA als auch FAIR TRADE setzen sich durch Sozialprämien für einen fairen Handel, menschenwürdige Arbeitsbedingungen sowie gerechte Löhne ein; Bioaufschläge kommen dem Umweltschutz zugute, die beiden Labels stehen also auch für eine umweltschonende Produktion.

Clean Clothes: Unter dem Motto „Discover Fairness! Aktiv für Menschenrechte“ fand am 5. Oktober eine gemeinsame Straßenaktion mit dem Gesellschaftspolitischen Referat der ÖH Salzburg und Clean Clothes statt. Dort hatte Passanten und auch Studierende die Möglichkeit die Clean Clothes Kampagne und deren Forderungen kennen zu lernen, Protestkarten an Unternehmen zu schicken und sich über das Projekt UNI:NACHHALTIG zu informieren. Die Clean Clothes Kampagne (CCK) setzt sich für faire Arbeitsbedingungen in der Bekleidungs- und Sportartikelproduktion ein. Die ÖH Salzburg plant weitere Aktionen in Bezug auf Faire Kleidung, wodurch auch Studierende profitieren sollen.

Maßnahmenkatalog: Gemeinsam mit einem Vertreter der Universität Salzburg, Prof. Weiger von der Naturwissenschaftlichen Fakultät, wurde während der Sommermonate ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, der neben konkreten sofort umsetzbaren Maßnahmen auch langfristige Möglichkeiten aufzeigt, um den Schwerpunkt der Nachhaltigkeit an der Universität Salzburg zu verankern. Dieser Katalog wurde dem Rektorat am 12. Oktober präsentiert. Weitere konkrete Schritte bzw. die Umsetzung der Maßnahmen des Katalogs wurden am 12. Jänner im Rahmen der Rektoratssitzung besprochen.

Energieberatungskurs: Für alle interessierten Studierenden wurde im Wintersemester ein speziell adaptierter Energieberatungskurs angeboten. Dank der Unterstützung der Universität Salzburg konnte der Kurs völlig kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Durchgeführt von erfahrenen Experten (Leitung DI Erich Six) der Energieberatung Salzburg wurde in vier Blocks wichtiges Basiswissen in Energiefragen vermittelt. Die Inhalte reichen von Stromsparen über Basics des modernen Wohnbaus bis zu einem Einblick in existierende Förderungen. Besonderer Wert wurde dabei auf Praxisnähe gelegt. Für die Absolvierung des Energieberatungskurses wurden Bestätigungen an die TeilnehmerInnen ausgehändigt.

Wettbewerb: Unter dem Motto „Natur erobert Raum zurück“ hatten StudentInnen die Möglichkeit ihr eigenes Foto zum Thema Nachhaltigkeit einzuschicken und als Hauptgewinn eine, von EZA zur Verfügung gestellten, Hängematte und viele andere Preise zu gewinnen. Der Wettbewerb wurde wöchentlich via ÖH-Newsletter und Facebook angekündigt. Die eingeschickten Fotos sind auf der ÖH GREEN CAMPUS Homepage zu sehen.  

Aktionswoche Fleisch:Bewusst: Von 29. November bis 2. Dezember fand im Zuge des UNI:NACHHALTIG Projekts die Sensibilisierungswoche FLEISCH:BEWUSST statt. Anliegen dieser war die Forcierung des Bewusstseins über das eigene Konsumverhalten der Studierendenschaft und der universitären Belegschaft. Ein bewusster Fleischkonsum ist ein elementarer Aspekt davon, denn die Auswirkungen der Fleischproduktion sind vielseitig: Neben zahlreichen ökologischen Folgen wie Ressourcenverbrauch und Klimaerwärmung müssen auch philosophisch-ethische Aspekte der Fleischproduktion wie Massentierhaltung, beachtet werden, möchte man sich über die weitreichenden Auswirkungen der Fleischproduktion bewusst werden. 

Täglich wurden Informationsstände und Buffet mit regional-biologischen Produkten an der Naturwissenschaftlichen Fakultät angeboten. Zudem gab es jeden Abend Vorträge von Experten, die sich unter anderem mit den ökologischen Folgen des Fleischkonsums und auch mit philosophischen Aspekten der Massentierhaltung auseinandersetzten. An der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät wurden abschließend wurden Kurzfilme über das Thema Tierhaltung gezeigt und ein veganes Buffet angeboten, welches vom Verein Mark freizeit:kultur zur Verfügung gestellt wurde. Gefeiert wurde als Abschluß der erfolgreichen und zahlreich besuchten Woche im Denkmal Salzburg.  Der Erfolg der Woche war nur Dank der zahlreichen Kooperationspartnern, Vortragenden und freiwilligen Helfern möglich: Bio Austria, RespekTiere, Vier Pfoten, Brauhaus Gusswerk, Südwind Salzburg, Vier Pfoten (Andrea Stanzel), Mag. Martin Schlatzer, Zurück zum Ursprung, Mark freizeit:kultur, Joya, Vegane Gesellschaft Österreich, Vgt, Urlaub am Bauernhof, Denkmal, Muspelhaus, Biohofkäserei Fürstenhof (Niki Rettenbacher), Cosmic5 und den DJs Durchdachtes Konzept und DJ TrHype.

Um StudentInnen und die universitäre Belegschaft weiterhin für den Themenbereich des Fleischkonsums zu sensibilisieren, wurde unter anderem ein Fotowettbewerb ausgeschrieben. Als Hauptgewinn wurde ein kostenloses Wochenende am Bauernhof vergeben.

Im Zuge der Fleisch:Bewusst Woche konnte auch eine Exkursion für alle Interessierten zur Bio-Hofkäserei Fürstenhof in Kuchl angeboten werden.